Kein Einlassverbot für Flüchtlinge in Heilbronner Discos · Ladendiebstähle dafür vedoppelt

Du kommst hier nicht rein!

Ladendiebstähle in Heilbronn haben sich verdoppelt. Die Täter sind oftmals Wirtschaftsflüchtlinge.Fotos: Fotolia/Sica

In einigen Freiburger Clubs wird Flüchtlingen der Zutritt verwehrt. Der Vorwurf: sexuelle Belästigung und Diebstähle.Patrick Geis, Geschäftsführer des Heilbronner Musikparks, erklärt: „Probleme und Beschwerden in diesem Zusammenhang sind uns nicht bekannt. Wir legen Wert auf ein gepflegtes Auftreten und gutes Benehmen. Nationalität und Hautfarbe sind uns dabei egal.“ Die Türen bleiben allerdings für Personen, die aggressiv, stark alkoholisiert oder bewaffnet sind, verschlossen.

Auch für Sasa Jotic, Inhaber von SJS-Security in Heilbronn, sind Zutrittsbeschränkungen für Ausländer in Heilbronner Diskotheken neu: „Die Nationalität spielt beim Einlass keine Rolle. Der Zutritt wird allerdings großen Männergruppen, unabhängig von der Herkunft, verwehrt.“ Jotic sorgt in Heilbronner Clubs für Sicherheit. Die langjährige Berufserfahrung hat gezeigt, dass solche Gruppen ein hohes Aggressionspotential aufweisen.

Das bestätigt auch John Kraiss, Geschäftsführer von Kraiss-Security in Heilbronn-Neckargartach: „Männergruppen haben es grundsätzlich schwer, in Discos reinzukommen.“

Beschimpfungen und Pöbeleien als Reaktion auf die Abweisung sind für Jotic zum traurigen Alltag geworden: „Den Gästen heutzutage mangelt es viel zu sehr an Respekt. Besonders amüsant ist es, wenn ich als Nazi abgestempelt werde. Da ich selbst serbischer Herkunft bin, ist das völlig absurd.“

Auch wenn es in Heilbronner Clubs keine pauschalen Einlassverbote für bestimmte ethnische Gruppen gibt, macht sich eine andere Tendenz breit. Ladendiebstähle mehren sich im echo-Land. Jotic, der auch im Heilbronner Einzelhandel im Einsatz ist, betont: „Ladendiebstähle sind um 100 Prozent angestiegen. Die meisten Diebe kommen aus Flüchtlingsländern. Da keine Papiere da sind, müssen wir sie in der Regel wieder gehen lassen.“

Kraiss, der in einem Einkaufszentrum in Neckarsulm als Detektiv tätig ist, sieht ebenfalls einen starken Zuwachs: „Auch wenn es niemand wahrhaben will: zu 90 Prozent sind Wirtschaftsflüchtlinge unter den Ladendieben. Die Hemmschwelle liegt sehr weit unten und die Polizei ist machtlos, wenn sich die Personen nicht ausweisen können.“

Wie kann dagegen vorgegangen werden? Kraiss und Jotic sind sich einig: Politiker müssen aktiver werden. Kraiss: „Wenn deutsche Staatsbürger für kleinere Delikte härter bestraft werden als Flüchtlinge, muss ich unsere Politik hinterfragen.“ Als Sicherheitsbeauftragter liegt ihm eines besonders am Herzen: „Wir verstehen uns als Hilfe. Wenn sich jemand verfolgt oder belästigt fühlt, soll er bitte direkt auf uns zukommen. Wir helfen gerne.“

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