Telefonmitschnitte führen zum Täter

Anrufaufzeichnung wird Bombendroher zum Verhängnis

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Das Riesenrad auf dem Heilbronner Volksfest war eines der Highlights.

Die Polizei kann durch veröffentlichte Mitschnitte den mutmaßlichen Täter dingfest machen.

"Den schnappen die eh nie." Das war die Befürchtung vieler Schausteller und Besucher des Heilbronner Volksfest. Die telefonische Bombendrohung hatte für Verunsicherung und Ärger gesorgt, die Hoffnung den Täter zu finden war bei den Betroffenen vor vier Wochen gering. Doch jetzt kann die Polizei offenbar einen Erfolg verbuchen.

"Es ist wichtig, dass wir schnelle Ergebnisse liefern. Damit sagen wir möglichen Trittbrettfahrern: 'Schau' her, das ist kein Witz, das wird richtig teuer", erklärt Rainer Köller gegenüber echo24.de. Zuvor hatte die Polizei den 22-jährigen mutmaßlichen Täter festnehmen können.

"Die Polizei hat hervorragende Arbeit geleistet", sagt Steffen Schoch, Geschäftsführer der Heilbronner Marketing GmbH. Er weiß, wie wichtig der schnelle Ermittlungserfolg ist: "Ich hoffe, dass die schnelle Identifikation des Täters Nachahmer vor solch irrsinnigem Blödsinn abschreckt."

Dass es überhaupt so schnell soweit kam, ist der Veröffentlichung der Telefonmitschnitte zu verdanken. Den Anruf der Bombendrohung hatte die Polizei zum Teil ins Internet gestellt. Unter 25 eingegangenen Hinweisen war der Tatverdächtige gleich mehrfach belastet worden. Köller: "Ohne die Veröffentlichung hätten wir bei den Ermittlungen wahrscheinlich erheblich mehr Probleme gehabt."

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Julia Fischer

Julia Fischer

Lifestyle, Essen und Trinken sind ihre Themen. Auch als Szene-Reporterin und bei lokalen Events mittendrin. Kolumne: "Angerichtet".

E-Mail:julia.fischer@echo24.de

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