Umfrage in Heilbronn

Reaktionen: "Geldstrafen für die Täter reichen nicht"

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Der Heilbronner Bahnhof am Abend der Bombendrohung.

Die echo24.de-Leser gehen unterschiedlich mit den Ereignissen um.

Am Montagabend wurde der Kiliansplatz wegen einer Bombendrohung geräumt. Darauf folgten weitere Drohungen, die den Hauptbahnhof bzw. die ganze Stadt betrafen. Heute sind die Vorfälle in der Käthchenstadt Gesprächsthema Nummer eins. Wir wollten wissen: Verunsichern Sie die Bombendrohungen?

Jörg Kroner, Heilbronn-Böckingen:  

Ich habe die Ereignisse durch Facebook mitbekommen. Die Welt geht langsam, aber sicher zugrunde. Es gibt zu viel Hass. Wenn alle Menschen netter zueinander wären, wäre die Welt ein viel schönerer Ort. Wir sollten es wieder so machen wie früher: Alle Idioten gehen mit Schwertern und Äxten aufs Feld, klopfen sich und lassen die Zivilisten in Ruhe.

Ehsan Abou Zagtoon, Hüffenhardt:  

Die Bombendrohung in Heilbronn hat mich schwer getroffen. Ich komme aus Syrien und lebe erst seit einem Jahr in Deutschland. Ich weiß, was echte Bomben sind. Darüber sollte man keinen Spaß machen. Außerdem habe ich Angst, dass viele Menschen jetzt denken, dass ein Syrer dahintersteckt. Wir wollen doch nur in Frieden hier leben.

Wie fühlen Sie sich nach den Bombendrohungen?

Yakup Akpulut, Willsbach:  

Durch die Facebook-Gruppe "Blaulichtreport" habe ich von den Vorfällen gehört. Mich ärgert, dass die Aktion nur Angst verbreiten und Aufmerksamkeit erregen sollte. Natürlich muss die Polizei sowas ernst nehmen. Daher war deren Reaktion völlig okay. Die Bürger dagegen sollten das nicht so sehr, sonst hat der Täter sein Ziel erreicht.

Gaetano Capriuoli, Heilbronn:  

Zur Zeit der Bombendrohung auf dem Kiliansplatz war ich gerade in der Galeria Kaufhof. Ein Mann aus Mannheim hat mir dann erzählt, dass es ein falscher Alarm war. Ein Kollege von mir durfte den Hauptbahnhof nicht verlassen. Wir sind nirgends mehr sicher auf der ganzen Welt. Ich denke, da wird noch was Großes auf uns zukommen.

Bilder zur Bombendrohung in Heilbronn

Cora Jakob, Bad Rappenau-Zimmerhof:  

Ja. Vorher ist sowas in Paris oder in der Türkei passiert. Jetzt direkt bei uns. Das ist ein komisches Gefühl. Ich habe kein Verständnis dafür, wenn jemand eine ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Auch nicht, wenn der Täter private oder psychische Probleme hat. Heute ist das Strafmaß viel zu gering. Geldstrafen reichen nicht aus.

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Vanessa Sica

Vanessa Sica

Mode- und Lifestyle-Expertin. Für Recherchen von regionalen Themen und als Szene-Reporterin immer unterwegs. Kolumne: "Vashionessa".

E-Mail:vanessa.sica@echo24.de

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