Polizei darf noch keine Details nennen

Geheimnisvolles Bekenntnis zu Heilbronner Brand

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Symbolbild.
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Die Polizei tappte lange im Dunkeln. Jetzt bekennt sich ein Rachekommando zum Brandanschlag.

Am frühen Freitagmorgen, 25. März,  brach in einem Gebäudekomplex in der Schaeuffelenstraße in Heilbronn ein Brand aus. Die Kriminalpolizei Heilbronn ermittelte sofort wegen Brandstiftung. Unmittelbar vor Brandausbruch wurde eine Scheibe des Reisebüros, das sich in dem Gebäudekomplex befand, eingeworfen. Kurz darauf, gegen 2.22 Uhr, brach der Brand aus. Schaden: Zwei Millionen Euro! Verletzt wurde niemand.

Am Montag, 11. April, tauchte im Internet ein Bekennerschreiben des offenbar kurdischen Rachekommandos "Zinar Raperin" auf. Es bekennt sich dazu, den Anschlag auf das Heilbronner Reisecenter verübt zu haben. Grund: Das türkische Reisebüro habe Reisen in die Türkei verkauft und damit Massaker am kurdischen Volk unterstützt. Polizeisprecher Rainer Ott sagte dem SWR, dass "Zinar Raperin" der militanten kurdischen Untergrundorganisation PKK nahestehe. Das Bekennerschreiben sei authentisch.

echo24.de fragt bei der Polizei nach. Deren Sprecher erklärt jedoch, er könne zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der laufenden Ermittlungen keine weiteren Informationen zu dem Fall herausgeben. Die Sache sei noch zu brandaktuell. Ott: "Im aufgetauchten Bekennerschreiben steht die Motivation drin, warum der Brand stattgefunden haben soll. Ich kann aus ermittlungstaktischen Gründen keine Details dazu nennen."

Die Heilbronner Polizei sucht Zeugen. Wer hat in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag im Bereich der Schaeuffelenstraße verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Wer hat verdächtige Gegenstände aufgefunden, die im näheren oder weiteren Bereich der Brandstelle eventuell weggeworfen wurden?

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