Cube Escape in Heilbronn bietet Knobel-Geschichten wie in Videospielen - nur eben völlig real.

Gewitter der Aha-Momente

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Ran an die Mona Lisa: Bei Cube Escape in Heilbronn gilt es, in einer Stunde die Rätsel zu lösen, um das Gemälde zu rauben. Das Prinzip ist an Point-and-Click-Videospiele angelehnt. Simon Perger hat sich das Szenario zusammen mit seinem Cousin ausgedacht.
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Wer bei Filmen wie "Saw" oder "Indiana Jones" gerne miträtselt oder die "Monkey-Island"-Serie zu seinen Lieblingsvideospielen zählt, wird bei den spannenden Szenarien seine helle Knobelfreude haben.

Taschenlampe in die Hand - und rein geht`s in die finstere Galerie. Die Mission: Das wertvollste Gemälde der Welt rauben. Doch wo ist die Mona Lisa? Da, vor einem, liegt ein Tisch mit Schlüsseln. Und an der Wand hängt Edvard Munchs "Der Schrei". Vielleicht findet sich hinter diesem Kunstwerk ein Hinweis. Einfach mal abhängen - und siehe da: Auf der Rückseite sind kryptische Symbole.

Krimifans, Rätselfreunde und Anhänger von Point-and-Click Adventures wie "Baphomets Fluch" oder "Monkey Island" fühlen sich im Szenario "Die Vernissage" der Firma Cube Escape gleich wie mitten in einem ihrer geliebten Abenteuer. Die Cousins Simon und Sebastian Perger haben gegenüber der Harmonie in der Heilbronner Innenstadt ehemalige Büroräume in ein Knobelparadies verwandelt. 

Simon Perger ist schon lange Rätselfreund. "Wie waren einmal in Köln und haben dort ein Live-Escape-Spiel mitgemacht." Das Szenario: Eine Gruppe wird in einen Raum eingesperrt und muss sich innerhalb von 60 Minuten durch geschicktes Lösen von Rätseln und knacken von Schlössern wieder befreien. "Da haben mein Cousin und ich gedacht: So ein Szenario können wir auch selber austüfteln und Krimifans anbieten." 

Jedes Detail kann entscheidend sein

Zwar gibt es auch vorgefertigter Rätsel, doch das ist nichts für die beiden. Simon Perger erzählt: "Am Anfang ist das Brainstorming. Wir brauchen eine Geschichte und Rätsel, die insgesamt in einer Stunde lösbar sind, aber nicht zu einfach sein dürfen." Die Story haben sich die beiden selbst ausgedacht, die Mechanismen und Räume selbst gebaut und eingerichtet.

Ihr Mona-Lisa-Diebes-Szenario sieht aus wie eine nächtliche Kunstgalerie. Wenn die Teilnehmer den Raum betreten, haben sie nur den Auftrag, das Bild zu stehlen - und keine weiteren Hinweise. Dann geht es ans Umschauen. Jedes Detail im Raum könnte wichtig sein. Und plötzlich bricht ein wahres Gewitter an Aha-Momenten über den Spiel-Ganoven ein: Man entdeckt immer mehr Details im Raum - und die gefundenen Hinweise fügen sich zu einem Ganzen zusammen.

Der Heilbronner betont: "Der Spaß soll im Vordergrund stehen. Wenn eine Gruppe nicht weiterweiß, geben wir Texthinweise in Form kleiner, einfacher Rätsel." Der Raum ist von den Organisatoren kameraüberwacht, Hilfe ist jederzeit möglich. "Für den Menschen haben Rätsel schon immer einen großen Reiz. Man will ja wissen, was sich hinter dem großen Unbekannten verdirbt."

In einem zweiten Raum bauen die Pergers gerade ein weiteres Szenario auf, das noch in diesem Frühjahr mit weiteren Rätseln für Spannung sorgen soll. Der Inhalt? "Geheim", sagt Simon Perger und lacht. Doch einen kleinen Hinweis lässt er sich doch entlocken: "Es hat was mit Zauberei zu tun." Über die näheren Details dürfen sich die Rätselfreunde ab jetzt den Kopf zerbrechen...

Weitere Infos gibt`s auf http://cube-escape.de/

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