Mit Faustschlag niedergestreckt

Prügel-Attacke ist kein Arbeitsunfall

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Symbolbild.

Das entschied das Sozialgericht Heilbronn nach der Klage eines 49-Jährigen.

Ein Faustschlag ist kein Arbeitsunfall. Auch dann nicht, wenn es sich bei dem Täter um einen Türsteher handelt. Das hat das Sozialgericht Heilbronn entschieden. Damit wies es die Klage eines 49-jährigen Außendientsmitarbeiters gegen seine Berufsgenossenschaft ab.

Der Mann arbeitete für eine Vertriebsfirma für Photovoltaikanlagen. Nach einer dienstlichen Besprechung soll er 2013 in einem Strandclub auf der spanischen Insel Ibiza mit dem Türsteher in Streit geraten sein.

Daraufhin schlug der Türsteher dem Außendienstarbeiter mit der Faust ins Gesicht. Der Mann stürzte zu Boden, zog sich schwere Kopfverletzungen zu und lag zeitweise im künstlichen Koma. Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung als Arbeitsunfall ab, der Mann klagte dagegen.

Erfolglos: Das Gericht wies die Klage ab, weil der Kläger zum Zeitpunkt des Faustschlages nicht im Zusammenhang mit seiner Beschäftigung tätig gewesen sei. Der Streit habe sich nicht im Club ereignet, wo die dienstliche Besprechung mehrere Stunden zuvor stattgefunden habe. Und der Kläger sei zur Tatzeit betrunken gewesen.

Damit entfalle der Versicherungsschutz, der für Dienstreisen gelte. Weil sich der Mann nach Ende der dienstlichen Besprechung privat vor dem Club aufgehalten habe, sei er beruflich nicht mehr gesetzlich unfallversichert gewesen.

echo24.de Redaktion

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