Botschafterinnen der Stadt

100 Tage im Amt - Jetzt spricht das Käthchen

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Die drei Käthchen sind nun seit 100 Tagen im Amt.

"Es ist ein richtig tolles Feeling überall so hautnah dabei sein zu können."

Die Nase in einen Strauß frisch getaufter Rosen stecken – beim Rosenmarkt. Vor der Bierdusche in Deckung gehen – beim Fassanstich des Heilbronner Volksfests. Und allen erklären, wer das Heilbronner Käthchen eigentlich ist – in Berlin beim Landsleute-Treffen in der Landesvertretung. 60 Termine haben die drei im April neu gewählten Käthchen in ihren ersten 100 Tagen bereits hinter sich gebracht. Ihr vorläufiges Fazit: Noch mehr Begeisterung für das Amt der Botschafterin der Stadt.

Dieses "im Mittelpunkt stehen" gefällt den drei jungen Heilbronnerinnen. Sonst hätten sie nicht Käthchen werden können. Anfang April 2016 waren sie noch junge Frauen unter vielen. Aber seitdem sie die Käthchen-Wahl am 15. April für sich entschieden haben, sind sie nirgends inkognito unterwegs: Ob in der Fußgängerzone, bei Veranstaltungen oder im Supermarkt: Hier genügt ein freundliches Kopfnicken, dort wird offiziell gegrüßt, und immer wieder halten sie gezielt ein Schwätzchen – Smalltalk eben, eine der wichtigsten Aufgaben der Botschafterinnen Heilbronns.

Impressionen von der Käthchenwahl 2016

"Es ist ein richtig tolles Feeling überall so hautnah dabei sein zu können", sagt Käthchen Corinna Hotzy. An diesem Tag sitzt sie gerade mit dem Oberbürgermeister Harry Mergel und dem Ersten Bürgermeister Martin Diepgen gemeinsam an einem Biertisch im Festzelt auf dem Heilbronner Volksfest. Gleich kommt ihr Part, dann geht sie mit Steffen Schoch, dem Geschäftsführer der Heilbronn Marketing GmbH, auf die Festzeltbühne und begleitet den Fassanstich des Oberbürgermeisters.

Nervös? "Ja, ein bisschen schon. Nach 100 Tagen habe ich mich zwar schon super in mein Käthchen-Amt eingelebt, aber etwas Aufregung ist schon noch dabei. Schließlich ist ja jeder Termin wieder anders", erklärt Corinna Hotzy, die an diesem Tag ihren 20. Auftritt als Symbolfigur hat. Sie und ihre zwei Stellvertreterinnen haben seit April insgesamt 60 Termine wahrgenommen.

Wenig später steht die 19-Jährige auf der Bühne, hält sich professionell im Hintergrund während OB Mergel fünf Mal auf das Holzfass einschlägt. Wie selbstverständlich streckt Hotzy dann die frisch gezapfte schaumige Maß in die Runde und prostet der Festgemeinde zu.

Dieses Voting ist abgelaufen.
Wen würdet ihr als Käthchen wählen?
Michelle Drauz
28.08%
Vanessa Stockbauer
28.5%
Corinna Hotzy
28.03%
Lea Marino
12.79%
Madeline Moros
1.54%
Nina Creyaufmüller
1.03%

Ob es in den 100 Tagen schon etwas gab, das ihr besonders in Erinnerung bleiben wird? "Der erste Auftritt ist ja sowieso etwas Besonderes und bei uns war der in Berlin", sagt Corinna Hotzy. Das Landsleute-Treffen sei ein Highlight gewesen. "Wir mussten den Gästen in der Landesvertretung immer wieder erklären, wer wir eigentlich sind", sagt Stellvertreterin Lea Marino (19). "Die meisten dachten, wir sind Weinköniginnen!"

Marino hat an diesem Nachmittag noch eine Stadtführung geleitet. "Danach habe ich mich schnell in der Tourist-Info umgezogen, um rechtzeitig bei der Eröffnung des Volksfestes zu sein", gibt sie einen Einblick in den vollen Terminkalender. Ob sie da nicht manchmal ganz schön gestresst sei? "Nein, das ist eine Frage der Organisation", sie lacht. Und selbst wenn es manchmal viel sei, so bekomme man auch viel zurück. "Nach meiner ersten Stadtführung haben mir die Teilnehmer – es war ein 60. Geburtstag – eine persönliche Dankeskarte geschrieben", erzählt sie.

Für Käthchen-Stellvertreterin Vanessa Stockbauer (19) war ihr persönlicher Höhepunkt in 100 Tagen der Startschuss beim Trollinger-Marathon. Auf der Bühne neben dem Startbereich stand sie damals, streckte die Pistole in die Luft, und fast 7000 Läufer warteten auf Ihr Signal. "Die Stimmung war Wahnsinn", berichtet sie.

Noch bis April 2018 sind die drei Heilbronnerinnen Symbolfiguren und Botschafterinnen der Stadt. Worauf sie sich am meisten freuen? "Vor allem darauf, noch ganz viele nette Menschen kennenzulernen", da sind sie sich einig.

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echo24.de Redaktion

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